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NOUS-Project

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Das NOUS-Project (Network fOr Universal Sciences http:/www./nous-project.de) wird sich mit Einheits- Universal- und integralen Wissenschaften befassen, bzw. könnte sich hin zu einer Plattform zur Vernetzung dieser entwickeln (nous-project.de). Dieses Video soll darauf verweisen, dass allen Erscheinungsformen der Natur vom Kleinsten bis zum Größten ein einheitliches Strukturprinzip zugrunde liegt, "Das Kraftfeld", welches sich auf jeder Ebene spontan selbst generiert, sobald zentrifugale Kräfte und zentripetale Kräfte auf einen Punkt wirken. Dies hätte weitreichende Konsequenzen für eine Welt, in der ein "Schöpfer" gleichzeitig sein eigenes "Geschöpf" wäre, einer Welt, die sich spontan selbst generiert, manifestiert und reguliert...

Hier das von mir angefertigte Video:

http://youtu.be/0TOulGWFwYY

Desweiteren einige Essays von mir (aus dem Manuskript: "Beruf: Mensch"), seit Anfang der 90er Jahre verfaßt, hin auf dem Weg zu den Kerngedanken des NOUS-Projects und der "Göttlichen Matrix"... ...Eingeleitet durch zwei Gedichte, das erste von Goethe:

Epirrhema

Müsset im Naturbetrachten
Immer eins wie alles achten.
Nichts ist drinnen, nichts ist draußen;
Denn was innen, das ist außen.
So ergreifet ohne Säumnis
Heilig öffentlich Geheimnis!
Freuet euch des wahren Scheins,
Euch des ernsten Spieles!
Kein Lebend'ges ist ein Eins,
Immer ist's ein Vieles.

J.W. Goethe

* * *

Göttliche Kraft,
die Du bist,
in allem was ist -
verleih’ mir Stärke,
für meine Werke,
für ein Gelingen,
und Vollbringen.
Versehe mich mit gutem Rat,
zu vollenden rechte Tat.

B. Eichholz

* * *

Erkenntnistheoretische Grundlegung

Objektive Erkenntnis?
Bevor man die Frage nach der Möglichkeit objektiver Erkenntnis stellt, sollte man fragen, ob es überhaupt eine Ebene des Seins gibt, die objektiv existiert und in einem zweiten Schritt als solche anerkannt werden kann.
Soll Erkenntnis überhaupt stattfinden, so muss ich mir meiner Existenz als potenziell erkenntnisfähiges Subjekt im Klaren sein. Existiere ich selbst nicht, so kann ich wohl unmöglich Zeugnis von einer Welt ablegen, deren Existenz zum jetzigen Zeitpunkt zumindest fragwürdig ist.
Die Erkenntnis ist ein Akt, der von einem Subjekt ausgeht und auf ein Objekt gerichtet ist. Fällt das Subjekt weg, kann das Objekt nicht erkannt werden. Fällt das Objekt weg, gibt es nichts zu erkennen. Fällt die Tätigkeit des Erkennens weg, so sind Subjekt und Objekt unverbunden. Erkenntnis setzt die Existenz von Subjekt und Objekt voraus und ist diesen gegenüber sekundär. Bevor die Tätigkeit des Erkennens einsetzen kann, muss sich das Subjekt seiner Existenz rückversichern, etwa durch folgenden Satz: „Für mich existiert die Welt
dadurch, dass ich selbst bin!“ Und weiter: „Dadurch, dass es nur eine Welt im Sinne eines Weltganzen gibt, gibt es keine Welt, der ich nicht auch angehöre. Meine Existenz setzt die Existenz dieses Weltganzen, nämlich die des Seins an sich, voraus!“
Subjekt und Objekt, und die beide verbindende Erkenntnis gründen im Sein und sind in diesem aufgehoben. Erst im Bewusstsein von Selbst und Welt entsteht die Subjekt-Objekt-Spaltung. Durch den Erkenntnisakt werden beide erneut aufgehoben und als erkannt in die Einheit zurückgeführt.

Subjektivität
Das Selbst eines jeden einzelnen Menschen ist individuelles erkennendes Subjekt. Durch den individuellen Standpunkt eines Subjektes ist seine individuelle Sicht der Welt auch und vor allem subjektiv. Kann dieses Subjekt frei von Willkür objektive Inhalte der Welt erfassen und darüber Aussagen treffen?

Was macht für ein Subjekt seine
Subjektivität objektiv?
Welchen Maßstab zieht der einzelne Mensch zu Rate, wenn es um den Bestand der eigenen Wirklichkeits-Sphäre geht? Wer setzt solche Maßstäbe? Die Maßstäbe, von denen hier gesprochen wird, bilden im einzelnen Menschen ein Bezugssystem, zu dem jeder Bewusstseinsinhalt in Beziehung gesetzt wird, um diesen zu beurteilen und einzuordnen.
Da dieses Bezugssystem nicht mit dem Bewusstsein identisch ist, sondern diesem vorausgeht, muß es im Unbewussten, genauer gesagt im Vorbewussten, verankert sein. Dies impliziert, dass sich dieses Bezugssystem dem bewussten Zugriff entzieht.
Wenn man in sich hineinhorcht, kann man bemerken, dass man über die innere Stimme mit diesem Bezugssystem kommuniziert. Die Instanz, die dieses Bezugssystem ausmacht, ist das Gewissen.

Führt der Dialog mit dem Gewissen
zu Gewissheit?
Die innere Stimme, die „Stimme des Gewissens“, steht mit dem Bewusstsein in einem oft unmerklichen Dialog. Sie überprüft die Motive des handelnden Subjekts bezüglich der Vereinbarkeit mit dem Gewissen. Dieses Wechselspiel führt im Weiteren zu einer Sicherheit im Handeln und damit zu einer Gewissheit über die eigenen Beweggründe, zu einer Gewissheit über das eigene Selbst und damit zu Selbstvertrauen. Diese Gewissheit hat für das Subjekt objektiven Charakter.
Ist das für das Subjekt objektive schon
objektiv per se?
So, wie der Einzelne Gewissheit über sein Selbst erlangen kann, kann er auch Gewissheit über die Welt erlangen. Führt diese Art von Gewissheit schon zu objektiver Erkenntnis?

Gewissheit und Glaube – Überzeugung
und Zweifel
Gewissheit kennt Überzeugung, jedoch weder Glaube noch Zweifel. Glaube und Zweifel bedingen einander. Wer glauben muss, zweifelt noch, und wer zweifelt, ist auf den Glauben verwiesen. Wer überzeugt ist, geht für seine Überzeugung durch den Tod und leugnet nicht.

Selbstbesinnung auf die eigenen
Bedingtheiten
Die Besinnung auf die eigenen Bedingtheiten, welche das Subjektive an der Erkenntnis der objektiven Welt ausmachen, ist Voraussetzung der objektiven Welterkenntnis. Wäre man in der Lage, diese von der subjektiven Wirklichkeit zu abstrahieren, stünde einem der Weg zu objektiver Welterkenntnis offen. Die hierzu notwendige Selbsterkenntnis kann aus dem Dialog mit dem Gewissen gewonnen werden.

Katharsis durch das Gewissen?
Steht ein Bewusstseinsinhalt im Widerspruch zu dem Gewissen, so meldet sich dieses über die innere Stimme, was einer Aufforderung gleicht, diesen Widerspruch auszuräumen. Dies kann durchaus die Form eines Ärgers annehmen, den man gegenüber sich selbst empfindet, angesichts des eigenen Verhaltens, das als widersprüchlich zu Tage tritt.
Dieser Ärger gegenüber sich selbst ist Motor der Selbstbesinnung und -erkenntnis.

Handlungsmaxime
Aus diesem Umstand lässt
Handlungsmaxime ableiten: Immer dasjenige Handeln ist gut, welches darauf bedacht ist, einmal verspürte Widersprüche nicht zu wiederholen!

Durch Selbsterkenntnis zu Welterkenntnis
Die Aufhebung der eigenen Widersprüchlichkeit als Maßgabe für die Erkenntnis der widerspruchsfreien, objektiven Welt?
Ja, denn die eigene Person ist die Grundlage sowohl der Selbst- wie auch der Welterkenntnis. Und dieselben Widersprüche, Verwerfungen und Trübungen wird die angenommene widerspruchsfreie Welt für denjenigen aufweisen, der mit sich nicht im Reinen ist. Die Maxime der Auflösung der eigenen Widersprüchlichkeit, also durch Selbsterkenntnis zu Welterkenntnis, scheint ihren Sinn zu haben.
Die Schau der Einheit

In dem totalen Selbstbewusstsein, in der auf den Punkt (Wesenskern) gebrachten Selbstbesinnung, läge gleichzeitig die Chance der totalen Welterkenntnis, die kosmologische, universelle Schau der Vielheit in der in sich ruhenden Einheit.

* * *

Über die Kausalität ihre Umkehrung und den
Stillstand der Zeit

Kausalität
Das Leben bedeutet Verstrickung. Durch jedes Tun und Unterlassen werden Ursachen gesetzt, die eine Wirkung zeitigen. Durch seine bloße Existenz stößt der Mensch, ob bewusst oder unbewusst, Kausalketten an, die das Sein in irgendeiner Form beeinflussen.
Der Mensch, wie jede andere Kreatur, bewegt sich in einem Kausalgeflecht, welches man auch Verstrickung nennen könnte. Er setzt selbst, gewillkürt oder unwillkürlich, Ursachen und ist den von allen außen gesetzten Ursachen in ihrer Wirkung ausgesetzt.
Allgemein geht man davon aus, dass die Gegenwart aus den Wirkungen von in der Vergangenheit gesetzten Ursachen resultiert.
Denkt man das Gesetz der Kausalität konsequent, so ist die Gegenwart Resultat der Vergangenheit, alles lässt sich aus dieser ableiten und ist von ihr bestimmt; man erhält ein vollkommen deterministisches Weltbild, in dem es keine Freiheit im eigentlichen Sinn gibt. Der Kosmos würde zu einer unüberschaubar komplexen Maschinerie, die eine Zeit lang laufen würde, sie würde dem Prinzip nach voraussagbare Resultate liefern, ihr Verschleiß inbegriffen. Sie könnte nichts neues leisten und würde irgendwann kaputt gehen oder zum Stillstand kommen.
Dieses Bild setzt voraus, dass in den Anfängen der Existenz ein genialer Konstrukteur diese Maschine entworfen und geschaffen hat, diese Maschine des weiteren sich selbst überlässt und in den weiteren Verlauf nicht eingreift.
Der Bewusstwerdungsprozess
Viel wahrscheinlicher erscheint es, den Kosmos als einen autonomen, lebendigen Organismus zu begreifen, in dessen Evolution sich die Pole von Geist und Materie immer stärker verbunden haben, und dadurch ein lebendiger, dynamischer Bewusstwerdungsprozess sich in Gang gesetzt hat, der aus dem Zerfall der Einheit induziert worden ist und durch einen dialektischen Vorgang die einzelnen Glieder wieder integriert, sie durch die Bewusstwerdung ihrer selbst in die Einheit zurückführt und so das Bewusstseinsniveau der Einheit anhebt.

Die Inversion des Kausalitätsprinzips
Diese Vorstellung setzt einen lebendigen, erfahrbaren, allgegenwärtigen Geist voraus. Dem im rein materiellen anwendbaren Kausalitätsprinzip muss die Inversion des Kausalitätsprinzips im geistigen gegenüber gestellt werden. Dies heißt nichts weiter, als dass es geistige Ursachen gibt, die in der Zukunft liegen, aber schon in der Gegenwart Wirkungen gewärtigen.
So entsteht ein Bild von zwei Zeitströmen, die sich in der Gegenwart durchdringen, der materielle aus der Vergangenheit, und der geistige aus der Zukunft.
Das Erleben dieser Zeitströme ist subjektiv. Die einen erleben stärker die Anhaftung an den vergangenheitsbehafteten, materiegeprägten Zeitstrom, die anderen leben stärker in dem geistigen, zukunftsgeprägten Zeitstrom.

Der Stillstand der Zeit
Die Aufgabe liegt darin, in dem Punkt, in dem sich beide Zeitströme durchdringen, in der Gegenwart, den Augenblick zu leben und in ihm den Stillstand der Zeit zu erleben, in dem sich in gewisser Hinsicht auch die Subjekt-Objekt-Spaltung aufheben kann, und damit ein Anklang von der Verschmelzung mit der Einheit erlebbar wird.

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Der Weg zu einer Universalwissenschaft

Man sollte sein Weltbild nach der Wirklichkeit und nicht die Wirklichkeit nach seinem Weltbild formen; genau wie die Methode nach dem Gegenstand und nicht den Gegenstand nach der Methode.

Das der Pflanze zugrundeliegende Entwicklungsprinzip kann als Symbol für die Entfaltung des Geistes in der Welt, und für das an ihm gewonnene menschliche Bewusstsein betrachtet werden. Die in den Wissenschaften formulierten Gesetze sind dem Menschen bewusst gewordene, in der Welt ruhende Aspekte des Geistes.
Das Aufkommen der Philosophie kann man als das an der Welt erwachte Bewusstsein des Menschen für sein In-die-Welt-gestellt-Sein sehen. In diesem Bewusstsein bricht die die Polarität Selbst-Welt, die Subjekt-Objekt-Spaltung, erstmalig auf. Der Mensch setzt sich in Widerspruch zur Welt, was Voraussetzung dafür ist, dass der Mensch sich als abgespaltenen Teil der Welt, dadurch aber als Teil sich teilhaftig eines Weltganzen empfindet.
Als möglicher Wendepunkt in der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins könnte der Christus-Impuls bedeutsam sein, der als Aufforderung verstanden werden könnte, Geistiges und Irdisches neuerlich zu einer Durchdringung zu bringen, und gerade nicht unverbunden zu lassen.
Charakteristisch für diese Form der Unverbundendenheit mag der Agnostizismus der Wissenschaften sein, die aus Gründen der fachlichen Profilierung sich für den Militärisch-Industriellen- Komplex prostituierten und es immer noch tun.
Erst 2000 Jahre später durchschreitet die Menschheit die Talsohle der Entwicklung. In der gelungenen Kernspaltung und dem Abwurf der ersten Atombombe hat die Menschheit dem Tod der Materie ins Auge geblickt. Wenn man bedenkt, dass die Entwicklung der Atombombe dem Krebsgeschwür der Menschheit, der Nazi-Diktatur galt, ist dies schon bemerkenswert.
Dieser Ansatz, die Menschheitsgeschichte und die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins zu sehen, kann dazu führen, göttliche Kräfte als das Urbild des
Samens zu erkennen, in dem die gesamte Weltgeschichte ruht. In diesem Sinne bedeutet Entwicklung den Schritt von der Einheit in einen Zustand größtmöglicher Entfaltung, deren Rückzug und Hervorbringung einer neuen Einheit.
Der heutige Mensch hat die Wahl, in Unverbindlichkeit zu leben, oder dessen Inne zu sein, dass es gerade auf ihn ankommt.
Jedoch bewegt sich die heutige Menschheit mit Erfolg in allen Seinsbereichen auf Wegen, bei denen größtmöglicher Nutzen und tiefster Abgrund nur schwer voneinander zu trennen sind: Durch Atomtechnologie manipuliert der Mensch die Materie, durch Gentechnologie das Leben, durch die Medienwirklichkeit die Seele und durch Computertechnologie (künstliche Intelligenz, virtuelle Welten), aber auch Fanatismus jedweder Art, das Bewusstsein.
Jenseits dieser möglichen Irrwege zeichnet sich jedoch aufs Ganze gesehen eine Perspektive ab. Jede Entwicklung kennt, wie bereits festgestellt, einen Zustand größtmöglicher Entfaltung. Dies zeigt sich in der immer lückenloseren Durchdringung der Welt durch den menschlichen Geist. Die Abstände, in denen sich das Wissensquantum der Menschheit verdoppelt, werden immer kürzer. Das menschliche Wissen wird der Menge nachuferlos.
Dem sich quantitativ in der Welt verlierenden Geist muß eine neue Qualität des Wissens entgegentreten, die aus der Entfaltung heraus ihre Kraft schöpft, aber um eine Vereinigung und Integration der Kräfte bemüht ist.
Es ist an der Zeit, dass die Pflanze der Wissenschaft, deren Wurzel die Philosophie ist, und welche sich in immer mehr Trieben und Seitentrieben ausgebreitet hat, ihre Kräfte dazu benutzt, eine Knospe zu bilden, durch die sie qualitativ über sich hinauswächst, um einen neuen Samen zu bilden, in welchem alle Teile aufs Neue miteinander vereint sind.
Als eine solche Vereinigung aller in die Welt strebenden Erkenntniskräfte möchte ich eine neue Qualität der Wissenschaft verstanden wissen, die, würde sie denn betrieben, wohl eine Universalwissenschaft wäre.

* * *

Über die Entwicklung

Durch eine Initialzündung, einen schöpferischen Akt, entsteht das Urbild eines Körpers, das ist, der Bauplan. In dem eigentlichen Wurf unterwirft sich der Bauplan der Zeitlichkeit und wird Körper und durchläuft bestimmte Entwicklungszustände.
Die Natur hat Körper hervorgebracht, die sich biologisch fortpflanzen können. Wäre die Erhaltung der Art der einzige Zweck, so hätte ein „Naturkörper“ seinen Zweck mit der Reproduktion erfüllt. Man könnte eine rein biologische Entwicklungslinie verfolgen, würde aber große Probleme bekommen, sogenannte Entwicklungs- sprünge zu erklären...
Sagt man, ein Körper ist eigentlich ein geschöpfter Gegenstand, der in der Welt der Erscheinungen auftaucht, da er einen bestimmten Entwicklungszustand hat, ein Körper ist, und als solcher Entwicklungszustände durchläuft, und die rein biologische Reproduktion nicht das Endziel ist, kann man zu einem weiterführenden Schluss kommen.
Man kommt an diesem Punkt nur weiter, wenn man hinter dem Prozess der Entwicklung der Körper in der Welt der Erscheinungen eine Entwicklung des Bauplanes, der dem konkreten Körper zugrunde liegt, auf geistiger Ebene sieht. Man kann die äußere Wirklichkeit als Schauplatz eines umfassenden Bewusstwerdungsprozesses sehen, innerhalb dessen sich der Geist selbst in der Auseinandersetzung mit der Materie entwickelt.
Man könnte sagen, dass der Körper in der Entwicklung ganz konkret Erfahrungen akkumuliert, die im Rückbezug auf den ihm zugrundeliegenden Bauplan eine Vergeistigung erfahren, durch welche dieser sich, das ist, der Geist, selbst weiter entwickelt und zwar dergestalt, dass aus ihm ein Körper hervorgehen kann, der einen neuen Wurf gegenüber den vorangegangenen Körpern seiner Art darstellt, was in der äußeren Wirklichkeit als Entwicklungssprung erscheint.
Somit bestünde die eigentliche Kontinuität der Evolution der Natur in dem ihr zugrundeliegenden Bewusstwerdungsprozess des Geistes in der Auseinandersetzung mit der Materie. Aus diesem Prozess ist der Mensch hervorgegangen, der selbst über schöpferische Kräfte verfügt und Urheber der Kultur ist.
Durch die kulturelle Entwicklung bringt der Mensch Werke hervor, die als Körper in der äußeren Wirklichkeit existieren und in einem von dem Menschen geschöpften Bauplan gründen. Im Geist des Menschen durchlaufen die Baupläne eine Entwicklung, die der Entwicklung des Natur schaffenden Geistes analog ist und dazu führt, dass auch in der Kultur ein Wurf den anderen ablöst, woraus folgt, dass auch hier eine stufenweise Entwicklung festgestellt werden kann, wobei das Kontinuum diesmal im Geist des Menschen zu suchen ist.
Aus den analogen Entwicklungsprinzipien der Natur und Kultur lassen sich gewisse Charakteristika ableiten, die der Begriff der Entwicklung impliziert:

I. Ruhe/Einheit
II. Aufbruch/Aufbrechen
III. Entfaltung/Akzeleration
IV. Maximale Entfaltung/Klimax
V. Rückzug/Zurücknahme/Dezeleration/
Involution
VI. Sammlung/ Konzentration/Einkehr/
Vergeistigung
VII. Erneute Ruhe/Neue, gehobene Einheit

Jeder Körper ist dieser Abfolge von Zuständen unterworfen, wobei Werden und Vergehen eines Körpers nur ein winziger Schritt im Fortschreiten des Geistes ist.

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Über die kosmische Evolution

Prolog über die Entwicklung
Wie kann der Begriff der Entwicklung auf allgemeine Weise verstanden werden? Entwicklung kann sich nur an einem Objekt vollziehen, welches sich entwickelt. Somit wäre das Sein erste Bedingung für Entwicklung. Gleichzeitig impliziert der Begriff eines Objektes einen Ort, wo es sich befindet, womit der Raum die zweite Bedingung dafür wäre, dass sich etwas entwickeln kann. Ferner setzt der Begriff der Entwicklung ein Vorher und Nachher voraus, innerhalb dessen sich die Entwicklung des Objektes vollziehen kann, womit die Zeit dritte Bedingung dafür wäre, dass Entwicklung stattfinden kann.
Entwicklung impliziert also ein Objekt, das sich entwickelt, einen Raum in dem es sich entwickelt und eine Zeit, in deren Verlauf es sich entwickelt.

I. Das Urpotential
Die Einheit bildet den Urgrund allen Seins. Die letzte Ursache ruht im grundlosen Grund. In der Einheit heben sich die Pole von Geist und Materie auf und halten sich in ihr. Der Einheit können keine Attribute zugeordnet werden, da sie nicht anschaulich ist. Sie ist nicht anschaulich, da Anschauung eine Dualität voraussetzt, die aber nicht sein kann, da die Einheit sonst nicht wäre.

II. Die Initialzündung
Unter der Initialzündung kann man den Fall aus der Einheit in die Mannigfaltigkeit verstehen. Dies setzt voraus, daß der Ruhezustand der Einheit labil war. In diesem Fall aus der Einheit verlieren sich die Pole von Geist und Materie, die sich vorher durchdrungen hatten, in den ungeordneten Zustand des Chaos. Die Einheit verliert sich durch die Zeit in dem Raum, sie zerstreut sich in der Welt. Aber in ihrem Auseinanderfallen tritt erneut ein labiles Gleichgewicht auf, in dem sie zu ruhen kommt.

III. Der Bewusstwerdungsprozess
Geist und Materie haben sich in der Welt verloren. Das aus dem Zerfall induzierte Spannungsverhältnis, welches zwischen beiden wirkt, ist die integrative Kraft, oder das dialektische Ordnungsprinzip. Geist und Materie streben nach Vereinigung zu Körpern.

IV. Das Urbild der menschlichen
Organisation als Telos der Evolution
Leitgedanke: Dem geistigen Keim der Evolution wohnt ihr Ziel mit allen Zwischenstufen inne.
Der Mensch als ein mit Bewusstsein begabtes Wesen ist ein vorläufiges Ziel der Evolution. Der Mensch stammt nicht vom Affen ab, oder von anderen sogenannten Vorformen, sondern der Affe stammt neben allen anderen Vorformen des Lebens von dem geistigen Keim des Menschen ab. Alle Lebensformen, die neben oder vor dem Menschen existieren beziehungsweise existiert haben, sind Versuche des Lebens, die auf den Wurf des Menschen abzielen, sich aber für sich entwickelt haben und eine Spezialisierung eingegangen sind.
Die treibende Kraft der Evolution ist der fortschreitende Prozess der Bewusstwerdung des in die Selbständigkeit entlassenen Keimes der Evolution.

Die in der Weltentwicklung auftretenden Lebensformen reflektieren den Bewusstheitsgrad, den der Keim der Evolution errungen hat. Die Kontinuität des Evolutionsprozesses ist nicht in der Vererbung und stufenweise Hervorbringung neuer Lebensformen zu suchen. Die Kontinuität liegt in der kontinuierlichen Selbstreflexion des geistigen Keimes der Evolution in der Materie. Es wird anhand der existenten Lebensformen Bewusstsein akkumuliert, bis ein neuer Wurf möglich ist, der einen Sprung in der Erscheinungsform, aber eine Kontinuität in der Entwicklung des Geistkeimes darstellt.
Wie anders wäre es vorstellbar, dass am vorläufigen Ende der Evolution die am allgemeinsten begabte Lebensform, der Mensch, steht? Soll er sich etwa aus in ihrem Bewusstsein stark beschränkten Lebensformen heraus entwickelt haben, die einen hohen Grad an Spezialisierung aufweisen?
In der Entwicklung der Welt taucht zu einem bestimmten Zeitpunkt die menschliche Art auf - ein zu Selbst- und Weltbewusstsein befähigtes Wesen.
In der Entwicklung des Menschen taucht zu einem bestimmten Zeitpunkt die Fähigkeit zu Selbst- und Weltreflexion auf.
Der Mensch ist Urheber der Kultur. Durch ihn ist die Kultur in die Welt gekommen, was einem Abschied vom reinen Naturzustand gleichkommt. Mit 21 Jahren, der Schwelle zum Ich-Bewusstsein, wurde der Mensch vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft, der Kultur. Auch er verabschiedet sich gewissermaßen von einem Naturzustand.
Liegt in dem Auftreten des Menschen in der Weltentwicklung und dem Erwachen des Ich im Menschen eine entwicklungsgeschichtliche Analogie?

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Plädoyer für ein anthropozentrisches Weltbild

Wirklichkeit entsteht durch ins Bewusstsein getretene Erfahrung des Einzelnen. Jeder einzelne Mensch ist Träger seines Bewusstseins und damit Zentrum seines Kosmos'.
Wär' nicht des Menschen Geist des kosmischen fähig, den Kosmos könnt' er nicht ergründen!
Im Wechselbezug menschlicher Geist und Kosmos ist der Dualismus von Innen und Außen einerseits, wie die Kategorie von Subjekt und Objekt andererseits, untauglich.
Ganz gleich, welchen scheinbaren Ort der Mensch als Zentrums seines Kosmos' bezeichnet, so ist doch er derjenige, von dem die Bestimmung dieses scheinbaren Zentrums ausgeht, so dass letztendlich er selbst immer bestimmendes Zentrum ist und bleibt, womit dargelegt wäre, dass jedes mögliche Weltbild ein primär anthropozentrisches wäre.

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In der Relation des Relativen liegt das Absolute

Treibendes Bewusstsein
Eines Wintertages sah ich dem Schneetreiben zu. Ich sah, wie nah am Fenster die Schneeflocken tanzten, sich einzelne Flocken nieder setzten, andere wieder aufgewirbelt wurden... Mein Blick versank in das Schneetreiben, erfasste dieses mal näher, mal ferner, in unterschiedlicher Tiefe des Geschehens, wanderte, verlor sich in dem grauweißen Treiben, in dessen Tiefe... Bis ich und das Treiben zu Einem verschmolzen, aus den unterschiedlichsten Tiefen etwas erstand, das ich in Worten folgendermaßen beschrieb:
„In der Relation des Relativen liegt das Absolute!“

Subjektivität versus Objektivität
„Alle Wirklichkeit sei subjektiv“ wird mit einem Anspruch an Objektivität behauptet, der die getroffene Aussage mehr als in Frage stellt.
Ist nun unser Wirklichkeitskonstrukt die persönliche Seifenblase, in der wir leben, auf die wir verwiesen sind, aus der wir weder ausbrechen können, noch dass wir sie überwinden könnten? Wenn nun zwei Seifenblasen sich verbinden, eine Ebene teilen, ihre Eigenheit nicht aufgeben, aber nur durch eine teil- objektive Scheidewand getrennt sind?
Die Getrennt- und Eigenheit hat von der Außenperspektive her objektiven Charakter, die Wirklichkeit der eigenen Existenz aus der Innenperspektive subjektiven, die Verbindung sowohl subjektiven Charakter, birgt aber auch die latente Chance zur Verobjektivierung.

Widersprüchlichkeit
„Den Satz des Widerspruchs zu überwinden ist wohl die höchste Aufgabe der höheren Logik“ (Novalis).

Ist der Widerspruch zwischen Subjektivität und Objektivität zwingend oder vermeintlich, weil im axiomatischen Sinne schlichtweg vorausgesetzt? Handelt es sich um einen scheinbaren Widerspruch, der einer bestimmten Ebene der Betrachtung anhaftet?
Wirklichkeit ist perspektivisch
Wirklichkeit entsteht aus und besteht in wechselseitigen Bezügen zwischen Innenperspektive und Kontext.

Anthropozentrik
Zentrum der eigenen Perspektive ist immer man selbst als durch Urteile Setzender von Bezügen.
In der Relation des Relativen liegt das Absolute Innenperspektive – Kontext, eigener Standpunkt – objektives Ganzes; aus dem In-Beziehung-Setzen der einzelnen Bezüge dämmert etwas empor, dass, abstrakt genannt, das Absolute ist.

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Warum die Frage nach Gott keine Angelegenheit
des Glaubens ist

Behauptung: Ob man an Gott glaubt oder nicht, ist zweitrangig – die Existenz Gottes ist logisch und erfahrbar!
Jeder Glaube impliziert den Zweifel; das Vertrauen auf etwas außerhalb von mir ist das mangelnde Vertrauen in mich selbst – nur Selbstgewissheit macht erhaben.
Deshalb: Es gibt keinen religiösen Gott, nur einen ontologisch-essentiellen bzw. empirischen! Deswegen ist es auch möglich, religiöser Atheist, aber philosophischer Theist zu sein.
Gott erscheint zunächst als eine Setzung des Menschen, zu dem sich der Mensch in der von ihm selbst aufgestellten göttlichen Ordnung wiederum in Beziehung setzt.
Gott ist hier zu verstehen als allgegenwärtiges Prinzip, erstes und letztes, tiefstes und höchstes, ohne Anfang und ohne Ende.
Aber dies sind nur Versuche des Menschen, sich eine Vorstellung zu machen. So, wie Vergangenheit und Zukunft, das Innen und das Außen Konstrukte unserer Vorstellung sind, erwacht der Mensch augenblicklich durch das Kollabieren seiner Vorstellung im Nun zur Erfahrung des Göttlichen: Zur absoluten Präsenz und damit dem Gewahren des Eins-Seins und der Verbundenheit mit allem.
Der unfreie Mensch leitet aus der Erhabenheit des Göttlichen für sich ein Sollen ab, und versklavt sich an einen Moralkodex, dessen Urheber er selbst ist.
Es gibt keinen Gott, der sagt, was zu tun oder zu lassen ist – dies alles ist die Freiheit des Menschen!
Somit existiert kein personaler Gott, von dem man sich ein Bild machen könnte, die ganze Existenz ist das Bild Gottes, das zu betrachten jedoch nicht möglich ist, da man selbst Bestandteil dieses Bildes ist.
So, wie Gott ein Prinzip ist, bringt er sich und damit alles ständig hervor und ist allein dadurch schon ständig mit allem verbunden.
Alles ist Gleichnis des Ganzen: Vom Kleinsten bis zum Größten, vom Geringsten bis zum Erhabensten, vom Einfachsten bis zum Komplexesten.
Die Existenz ist die einzige authentische und damit gültige Offenbarung ihrer selbst und damit Gottes!
Der freie Mensch lebt voll bewusst in der Ebenbildlichkeit mit Gott; er ist sich als Bestandteil des Ganzen und damit seiner Zugehörigkeit und Teilhaberschaft bewusst.

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Mensch und Kosmos

Der Kosmos ist ein Prozess aus Informationen, Mustern und Strukturen von Energie.
Bewusstsein ist sich auf sich selbst beziehende Information in einem dynamischen Entwicklungs-, Integrations- und Transzendierungsprozess, aus welchem die Identität und das Wesen emergieren. Dieses verfügt über ein energetisches Potenzial, welches das gewonnene Bewusstsein natürlich evolvieren lässt.
Ist das Wesen an die Schwelle zum Selbstbewusstsein entwickelt, kann es zunehmend autonom und frei seine Realität selbst erzeugen, sofern es Macht über bisherige Muster und Strukturen erlangt hat und mittels selbst hinzugewonnener Informationen beginnt, das eigene Skript umzuschreiben, bzw. anfängt, seine Prozesse selbst zu steuern.
Ein Wesen der Natur ist immer Opfer seiner Verhältnisse und erleidet sein Schicksal, das selbstbewusste Wesen erschafft sich als Täter selbst und ist auf Gedeih und Verderb seines Glückes Schmied.
Insofern ist der Mensch, um mit Herder zu sprechen, potenziell sicherlich „der erste Freigelassene der Schöpfung“!

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